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Kontrolle vom 15. Februar

Kurz nach 14.00 Uhr bin ich heute Nachmittag nach St. Gallen gefahren um mich der halbjährlichen Kontrolle zu stellen.
Auf dem onkologischen Ambulatorium meldete ich mich an und begab mich in das Labor 2 um mir Blut entnehmen zu lassen.
Mein Blick wanderte beim Betreten des Labors durch den Raum und ich konnte sehen, dass eine Frau auf einem Stuhl sass und eine Zeitschrift lass. Wie bei dem Herrn auf der rechten Seite vom Eingang stand auch bei Ihr einen Invusionsständer neben dem Stuhl und durch die Schläuche lief eine Flüssigkeit in die Patienten hinein. Ich kenne das aus meiner Spital-Zeit noch sehr genau. Beide schauten mir bei meiner Gewichtskonrolle zu und lächelten mir zu als ich sie Begrüsste und mich in den Stuhl setzte. Normalerweise kam der Augenblick, bei dem sich in mir die Körpertemperatur erhöhte, wenn ich sehe, wie die Pflegefachfrau die Nadel für die Blutentnahme richtete…
Heute war ich aber ganz speziell Ruhig, das fühlte ich bereits auf der Fahrt nach St. Gallen. Ich weiss nicht genau was es ist, aber ich fühle mich einfach ganz gut.
Die Blutentnahme ging sehr schnell und ich konnte das kleine Fläschchen wie auch meine Unterlagen in das ambi-eigene Blutlabor bringen. Anschliessend ging ich auf „meine“ Station, die 01.11.

152-6.1-156

Am Freitag 20.07.07 hatte ich wieder mal eine Kontrolle im Spital St. Gallen.
Ich durfte mich um 13.30 Uhr zur Blutentnahme melden. Anschliessend brachte ich einen Kuchen auf die Station 01.11 und konnte wieder mal einige meiner Pflegefachfrauen treffen. Anschliessend hatte die Besprechung mit meinem zuständigen Arzt. Nachdem wir die Blutwerte besprochen hatte, die im Übrigen immer noch in voller Ordnung sind, besprachen wir schnell den Verlauf und das weitere Vorgehen.
Nach den ersten zwei Jahren nach der Chemotherapie ist das Rückfallrisiko am höchsten, nachher sinkt das Risiko stetig. In meinem Falle sieht das schon mal sehr gut aus.
Durch eine Chemotherapie kann es aber auch Vorkommen, dass zwar die erste Erkrankung geheilt werden kann, jedoch aber eine weitere, z.B. eine Blutgerinnungsstörung, oder einen Tumor entstehen kann. Auch dieses Risiko geht nach rund vier Jahren stetig zurück. Für mich stehen die Chancen sehr gut, verschont zu bleiben.

Ein halbes Jahr später…

Auch heute Nachmittag nahm ich mir im Geschäft wieder Frei, damit ich meinen Termin auf dem onkologischen Ambulatorium in St.Gallen zur Routine-Kontrolle wahr nehmen konnte.
Kurz vor 15.00 Uhr fuhr ich nach mit einem etwas mulmigen Gefühl im Bauch nach St.Gallen. Da ich zwischen den Weihnachten und Neujahr einen Virus hatte, hatte ich etwas Bedenken was meine Blutwerte anbelangte. Ich machte mir die vergangen Tage schon einige Gedanken über meinen bevorstehenden Termin. Als ich so vom Parkplatz in Richtung Haus 1 ging, wurden in mir wieder viele Erinnerung in den Sinn gerufen. Ich merkte, dass es mir wieder besser ging und ich mich wieder Wohl fühlte. Zu erst brachte ich den einen Kuchen an den Empfang des Ambis. Anschliessend ging ich auf die Station wo ich die ganzen Therapien hatte. Auch dort übergab ich einen Kuchen und erfreute mich an den bekannten Gesichter des Personals. Ich erzählte wie es mir geht und was ich so mache. Anschliessend meldete ich mich im Labor zu einer Blutentnahme. Das stechen mit dieser Nadel für die zwei Röhrchen ist zwar nicht mehr so Schlimm, aber wenn es nicht unbedingt Notwendig ist, würde ich es immer noch gerne sein lassen. Das erste Röhrchen war ziemlich schnell voll, für das zweite hingegen liess ich mir richtig Zeit. Schlussendlich hatte es dann doch noch genug Blut, dass es für das Labor genügte.
Ich sass etwa eine halbe Stunde im Wartezimmer und unterhielt mich mit einem älteren Ehepaar aus dem Fürstentum Liechtenstein, als mich der „neue“ Arzt abholte. Ich verabschiedete mich von den beiden, bei denen ich mir bis jetzt noch nicht sicher bin, wer der Patient ist und folgte dem Arzt in das Untersuchungszimmer.
Wir stellten uns einander vor und ich beantwortete Ihm die Fragen die er mir stellte. Auch meine Blutwerte die mich ziemlich Interessierten und etwas auf die Folter spannten wurden zum Thema. Die Werte waren aber in bester Ordnung. So Untersuchte er noch die Lymphknoten, Herz, Milz und die Lungen. Auch hier hatte er nichts Auszusetzen.
Der Arzt und ich gingen zusammen nochmals beim Blutlabor vorbei um zu sehen ob die Laborantin noch etwas bei der Zelluntersuchung gefunden hatte. Da es auch hier nichts zu Bemängeln gab, liess ich mir den nächsten Termin geben und verabschiedete mich. Am Freitag, 20. Juli werde ich wieder in St.Gallen erwartet.
Nach einem kurzen Abstecher nochmals auf der Station 01.11 fuhr ich gegen 17.00 Uhr wieder nach Hause.