Behandlungsmethoden

Rasch und richtig reagieren
Bei jedem Angina-Pectoris-Anfall, der länger als 15 Minuten andauert und auf Nitroglyzerin-Präparate nicht anspricht, sollte die Ambulanz gerufen werden. Auch ist es sinnvoll, sofort eine Tablette Aspisin mit Wasser einzunehmen!

Bei der Behandlung einer Angina pectoris steht das einschränken der Risikofaktoren an erster Stelle. Die Besten Medikamente und operative Eingriffe führen langfristig keine positiven Resultate, wenn nicht die Risikofaktoren so weit als möglich ausgeschaltet bzw. behandelt werden.
Zur optimalen Behandlung der Angina pectoris werden meistens mehrere Medikamente eingesetzt, wie z.B. Aspirin, Betablocker, ein Statin und zur Anfallskupierung ein Nitrat.
Bei einem Infarkt hingegen ist die ein operativer Eingriff notwendig. Der Arzt entscheidet ob eine Ballondilation oder eine Bypass-Operation nötig ist.

Die Ballondilation eines Koronargefässes ist 1977 durch Andreas Grüntzig in Zürich zum ersten Mal durchgeführt worden. Heute wird diese Technik bei Weltweit mehr als einer Million Menschen Jährlich durchgeführt.
Dabei wird ein Führungskatheter in der Leiste direkt in die Hauptschlagader eingeführt und bis zum Herz hervor geschoben, bis zur verengten Stelle. Durch diesen Führungskatheter wird ein weiterer Katheter, an dessen Spitze sich ein länglicher Ballon befindet, in die Verengung der Koronararterie gestossen. Die Verengung wird durch aufblasen des Ballons wieder aufgeweitet (Rekanalisiert) und der Blutfluss verbessert. In den meisten Fällen wird zusätzlich in die geöffnete Stelle ein Stent (Gefässstütze aus Metall oder auflösbare Gitterspirale) eingesetzt, um es besser zu stützen und offen zu halten.
Das einsetzen eines solchen Stents vermindert zwar die Rückfallquote etwas aber ist immer noch beträchtlich. Die Rückfallrate schränkt den Erfolg dieses Verfahrens insbesondere bei Mehrgefässerkrankungen ein. Ausserdem vermindern diese Eingriffe die Herzinfarkthäufigkeit kaum.

Auf längere Zeit hinaus empfiehlt sich daher eine Bypass-Operation. Sie wird auch einer Ballondilation vorgezogen, wenn bei einem Patienten alle drei Herzkranzgefässe von einer Verengung betroffen sind oder bei Diabetikern.
Leider ist auch bei diesem operativen Eingriff einen späteren Infarkt nicht immer verhindern.

Die beste Variante aber ist ganz klar das Vorbeugen auf eine Herzerkrankung.
Mit dem heutigen Wissenstand kann man sagen, dass durch eine gesunde Lebensweise, wie verzicht auf Rauchen, regelmässige körperliche Aktivitäten und eine mediterrane Ernährung weniger als die Hälfte der heutigen Patienten eine Angina pectoris durchmachen müssten. Auch ihre Prognosen könnten dadurch wesentlich verbessert werden.
Trotz all den heutigen und fortschrittlichen Behandlungsmöglichkeiten sollten wir versuchen mit Einschränkungen der Risikofaktoren koronare Herzkrankheiten zu verhindern!

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