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Fortschritt im Bereich Stammzellensammlung

In einem weiteren Schritt nach der Chemotherapie  hätten die Ärzte bei mir gerne eine Stammzellentransplantation mit meinen eigenen Zellen durchgeführt. Leider konnte mein Körper zu wenige freigeben, damit es für eine erfolgreiche Sammlung gereicht hätte. Auf eine Transplantation durch Fremdspenderzellen konnte wir damals nicht ausweichen, da keine passenden Zellen gefunden wurden (Hier mein Eintrag dazu – Tagebuch 22. Juli 03).
Die Blutstammzellen findet man im Knochenmark und sind daher nicht sehr einfach zu gewinnen. Es ist aber auch Bekannt, dass nach einer Geburt bei der Abnabelung das Blut das mit Millionen dieser wertvollen Zellen beinhalt als Geburtsabfälle  entsorgt werden.
Ein besonderer Vorteil dieser Zellen aus Nabelschnurblut besteht darin, dass sie besser als Blutstammzellen aus dem Knochenmark vertragen werden. Der Grund dafür ist, dass diese Zellen unreifer sind und damit geringere Abstossungsreaktionen hervorrufen.
Die Uni-Frauenklinik Jena ermöglicht  in Zusammenarbeit mit „NKR – Initiative Leben spenden Deutschland“,  dass Frauen bei der Geburt kosten-, schmerz- und risikofrei Nabelschnurblut zu spenden.
Ein sehr grosser Schritt in die Zukunft zur Bekämpfung diverser Krankheiten wie Leukämien und Lymphomen.
Ich hoffe nun, dass es in der Schweiz auch bald möglich sein wird, diese lebenswichtigen „Abfälle“ sammeln zu können…!

Stammzellenspenden

Von einer Kollegin erfuhr ich, dass Sie sich durch meine Beiträge auf meiner Internet-Seite entschieden habe, sich für eine Knochenmarkspende typisieren zu lassen. Dies hat mich umso mehr dazu bewegt, für das Spenden zu werben. Du findest diesen Beitrag in der Rubrik Themen.

Abstimmung über die Stammzellenforschung vom 28.11.2004

Am 28. November 2004 stimmen wir über das Stammzellenforschungsgesetz ab. Die Zeitungen veröffentlich zu diesem Thema sehr viele Beiträge und Leserbriefe, die dafür, wie auch dagegen Sprechen. Für mich persönlich ist diese Abstimmung von hoher Wichtigkeit. Durch meine Zeit im Spital konnte ich bereits sehr viel über diese Zellen erfahren und ich kann so auch aus der Sicht eines „Betroffenen“ erklären. Durch dieses Gesetz wird die Forschung erlaubt, das Klonen und die kommerzielle Nutzung jedoch bleibt verboten! Verwendet werden dürfen höchstens sieben Tage alte Zellen und nur mit der Einwilligung des Paares. Und sehr Wichtig dabei ist, dass sämtliche Forschungsprojekte vom BAG (Bundesamt für Gesundheit) und der Ethik-Kommission bewilligt werden müssen. Ein Bericht über dieses Thema habe ich bereits im Sommer geschrieben.