Wandertag 2010

Jedes mal wenn ich über den Julierpass nach Maloja fuhr, erinnerte ich mich wieder daran, dass ich einmal mit dem Bike, zusammen mit einem Kollegen, von Bivio über den Longhin nach Maloja radelte. Okay, ich muss da auch noch erwähnen, dass wir einen grossen Teil der Strecke unsere Fahrräder tragen mussten, da die Strecke nicht sehr gut befahrbar war.
Auf der Rückreise von meinen Grosseltern im vergangen Frühjahr hielt ich in Bivio an, um die Zeitangabe auf dem Wegweiser zu lesen, damit ich wieder mal einen Wandertag planen kann.
Einige Zeit später fragte ich einen Kollegen, mit dem ich mich wöchentlich zum Sport treffe, ob er Lust hätte mitzukommen. So wurde der Wandertag immer konkreter und nahm Formen an.
Ich suchte die Zugsverbindungen heraus und fing an zu planen. Durch die Firma in der Andi arbeitet konnten wir unpersönliche Generalabonnemente für die 1. Klasse mieten. Deshalb bekam Andi den Auftrag ein allfälliges „Schlecht-Wetter-Programm“ auszuarbeiten. Den Wandertag legten wir auf den 7. August fest.
Aufgrund des Wetterberichtes beschlossen wir am Nachmittag des 6. Augustes, die Wanderung durchzuführen. So packte ich den Rucksack mit warmen Kleidern, Regenjacke und Verpflegung. Natürlich durfte auch ein „Gipfelwein“ nicht fehlen ;-)
Am Samstag, 7. August um 06:10 Uhr sassen wir in der 1. Klasse im Zug von Wil nach Wattwil. In Wattwil mussten wir zum ersten Mal umsteigen um, natürlich auch in der 1. Klasse, nach Uznach zu reisen. Bevor wir uns in Chur in das Postauto (das keine 1. Klasse hatte!) setzen konnten, stiegen wir ein weiteres Mal in Uznach um. Nach 1 Stunde und 50 Minuten Postautofahrt, von Chur über Lenzerheide und Tiefencastel, kamen wir in Bivio an. In einer Pizzeria tranken wir noch ein Kaffee und schnürten unsere Wanderschuhe. Dann marschierten wir los in Richtung Septimerpass. Die ersten paar hundert Meter ging es ziemlich Steil hinauf. Bereits nach einer viertel Stunde mussten wir eine kurze Pause einlegen und die Jacken ausziehen, da auch die Sonne vom Himmel lachte und es langsam warm wurde. Die schneebedeckten Berggipfel, die saftiggrün leuchtende Wiesen und der blaue Himmel kombinierten ein traumhaftes Panorama.
Ab der Verzweigung in Richtungen Lunghin – Maloja und Septimerpass – Soglio war auch der Wanderweg immer mehr von Schnee bedeckt. Der Aufstieg zur einzigen Drei-Wasserscheide Europas wurde so ziemlich streng. Für das letzte Teilstück benötigten wir auch einiges länger als eingeplant war.
Das Panoram und die Aussicht auf der Höhe der Drei-Wasserscheide war herrlich! Der Ausblick in das Bergell auf der einen Seite, auf den Silsersee auf der anderen Seite war beinahe kitschig, wie auf Postkarten.
Einen Abstecher auf den schneebedeckten Piz Lunghin (2780m ü. M.) war leider nicht möglich, da der Aufstieg zu gefährlich gewesen wäre. So genossen wir unser Mittagessen etwas oberhalb des See Lunghin mit Blick auf den tiefblauen Silsersee. Unser Gipfelwein entkorkten wir dabei auch und stossen auf den Aufstieg und ein kleines Geheimniss an.
Nach dieser Pause nahmen wir den Abstieg in Richtung Maloja unter die Füsse. Einige Male hielten wir an um diverse Fotos zu schiessen und um etwas zu trinken.
Gegen 16:00 Uhr kamen wir in Maloja an, wo uns meine Grosseltern bereits erwarteten. Meine Grossmutter tischte Getränke, Kaffe und Kuchen auf und wir unterhielten uns über die Wanderung. Auch Raul war natürlich ein Thema. Ich hatte für meine Grosseltern noch einige Fotos im Gepäck, welche ich vom Besuch im Frühjahr geschossen hatte dabei.
Um 17:10 Uhr mussten wir dann leider schon wieder verabschieden, um das Postauto nach St. Moritz zu erwischen. In St. Moritz stiegen wir in die Rhätische Bahn, welche uns via Bergün nach Chur führen sollte. Kaum hatten wir uns in der 1. Klasse eingerichtet, den Wein eingeschenkt, und die Bündner Nusstorte ausgepackt, kam die Durchsage, dass alle Passagiere, welche nach Chur fahren müssten, in einen anderen Zug umsteigen müssen, da sie in Bergün eine Stellwerkstörung hätten. Wir mussten uns ziemlich beeilen, damit wir auch alles wieder dabei hatten. Durch das Engandin fuhren wir bis fast nach Scuol und dann durch den Vereina nach Klosters. Wir konnten bis nach Landquard sitzen bleiben, danach mussten wir wieder in Uznach und Wattwil umsteigen. Um 22:00 Uhr kamen wir wieder in Wil an.
Nebst einem Sonnenbrand an den Armen und im Gesicht, war die Wanderung doch ziemlich streng und der Tag lang. Ich war auch Froh, als ich wieder zu Hause war und mich ins Bett legen konnte.
Die Wanderung gefiehl mir sehr, zusammen mit Andi hatten wir auch viel zu lachen und das macht Lust auf mehr! An dieser Stelle möchte ich mich bei Andi für die Begleitung bedanken und ich freue mich jetzt schon auf unsere nächste Wanderung. Vielleicht ein ganzes Wochenende? :-)

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Mit Orange sehe ich rot…

Seit bereits acht Jahren bin ich nun Orange-Kunde.
Natürlich wird mir bei jeder Vertragsverlängerung auch ein neues Telefon zu einem reduzierten Preis angeboten. Nun war es wieder so weit, dass ich auf der Webseite von orange.ch einige Angebote hatte. Als Besitzer eines iPhone3Gs war natürlich auch das neue iPhone4 ein Thema. Auf der Webseite wechselten die Angebote im Minutentakt zu diesem Gerät. Von 49.- mit dem selben Vertrag, bis zu 479.- Fr. hatte ich wohl alles Angetroffen.
Ich entschied mich natürlich für das selbe Abo (normale Verlängerung) und dem Betrag von 49.- Fr. Online wollte ich dieses Angebot annehmen und Bestätigte meinen Einkauf. Leider wurde ich dann mit dem “Diese Seite kann nicht angezeigt werden” darauf hingewiesen, dass es mit meinem Einkauf nicht geklappt hat. Auch weitere Versuche blieben Erfolglos, auch nachdem ich vom Kundendienst, welchen in Kontaktiert hatte, darauf hingewiesen wurde, dass es wieder funktionieren sollte…

Am vergangen Samstag ging ich dann mit meinem Junior in den Orange-Shop in Wil. Natürlich konnte die Verkafsperson mir diese Angebot von 49.- nicht machen und auch nicht erklären wie es dazu kommen konnte, auf der Homepage so Günstig anzuzeigen.

Trozdem war ich dann mit einem anderen Angebot für das gesagte iPhone4 auch Einverstanden und liess es mir bestätigen. Natürlich rechnete ich mit einer Lieferfrist von ca. 6 Wochen.
Um so mehr staunte ich, als der Pöstler Gestern das Paket bei uns Ablieferte – in zwei (!) Arbeitstagen!

Natürlich habe ich Gestern das ganze auch in Betrieb genommen. Eine neue SIM-Karte wurde auch gleich mitgeliefert, da im iP4 eine Mini-SIM-Karte verwendet werden muss.
Nun muss diese Karte noch aktiviert werden. Dafür habe ich laut dem beigelegten Schreiben drei Möglichkeiten:

  • Per SMS (Senden sie eine SMS an…) – Wie zum Geier soll ich eine SMS mit einer SIM-Karte senden, welche nicht aktiviert ist?
  • Hotline (Rufen sie die Hotline an…) – Hab ich gemacht, Wartezeit über 5 (!) Min., drücken sie die Taste 1 und wir rufen sie zurück – Mittlerweile sind warte ich seit 4 Stunden auf den Rückruf!
  • Gehen sie in den Orange-Shop – Ach, da komm ich doch erst am Samstag wieder dazu. Und wenn ich solange auf den Rückruf warten muss, dann lass ich wohl Raul am besten zu Hause, da ich vielleicht etwas laut werden könnte?!

Fazit: Der Kundendienst von Orange lässt also wirklich zu wünschen übrig! Obwohl ich eigentlich ja mit Orange sonst sehr zufrieden war, sehe ich jetzt ziemlich ROT!

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Erfolgreiche Stammzellensammlung aus Nabelschnurblut

Bereits vor einiger Zeit hatte ich mich mit dem Thema „Stammzellensammlung aus Nabelschnurblut“ befasst. Als bei mir die „autogene Stammzellensammlung“ (eigene Zellen sammeln) fehlgeschlagen ist, habe ich mich etwas intensiver damit Beschäftigt, was es für weitere Möglichkeiten geben würde, um an diese Zellen zu gelangen. Da ich für mich selber zu wenige dieser Stammzellen hatte, um eine Sammlung durchführen zu können, wäre ich auf Zellen eines Spenders angewiesen (siehe auch meinen Tagebucheintrag vom 22. Juli 03) Natürlich wurden auch meine Schwestern geprüft, kämen aber als Spender nicht in Frage, da sie für mich nicht kompatibel wären.

Aus diesen, wohl verständlichen Gründen, war es für Maya und mich klar, dass wir für Raul eine Stammzellensammlung aus dem Nabelschnurblut in Betracht ziehen würden.
Im Internet bin ich dann auf die „Swiss Stem Cell Bank, die Schweizer Stammzellenbank“ gestossen, bei der wir die Unterlagen anforderten. Weitere Unterlagen von Anbieter dieser Dienstleistungen erhielten wir mit einem Baby-Koffer und an der Informationsveranstaltung des Spitals Wil. Wir entschieden uns Schlussendlich für die Erstgenannte, SSCB aus Lugano.
Auf der Webseite meldeten wir uns für eine Stammzellensammlung an und erhielten ein paar Tage später die Verträge und den Sammlungs-Kit per Post zugestellt. Wir mussten die Kühlelemente in das Gefrierfach legen und konnten auf die Geburt warten.
Als es dann soweit war, brachte ich das Kit mit den Unterlagen für das Ärztepersonal zur Geburt mit. Trotz des Kaiserschnittes den wir machen mussten, konnte nach der Geburt die Entnahme durchgeführt werden. Zusammen mit der Hebamme verpackten wir die Blutentnahme aus der Nabelschnur, eine weitere Blutentnahme von Maya und das Messgerät für die Temperaturüberwachung in die Box und versiegelten diese.
Am Samstagmittag informierte ich die Swiss Stem Cell Bank in Lugano an und meldete die Geburt. Dieser Anruf war echt der „Brüller“, da der Herr am anderen Ende der Leitung kaum Deutsch sprach und mein Italienisch auch nicht wirklich für solche Gespräche ausgereift ist. Wir schafften es aber trotzdem die Daten so zu Übermitteln, dass es mit dem Transport für Sonntag geklappt hat.
Dieser lief dann so ab, dass ein Angestellter der Swiss Stem Cell Bank am Sonntag nach dem Mittag beim Spital Wil den Kit abholte und nach Lugano fuhr. Wie es im Labor abgeht kann man in diesem Video erkennen.
Am vergangenen Freitag haben wir dann die Schlussrechnung und die Bestätigung erhalten, dass die Zellen eingefroren und für die nächsten 20 Jahre eingelagert wurden.
Natürlich hoffen wir, dass wir von diesen Zellen keinen gebrauch machen müssen…

Die Entnahme dieser Zellen ging so einfach, dass weder Raul noch Maya etwas davon gemerkt hatten. Also wenn ich mir überlege wie es mir ging, als mir der grosse Zentralvenenkatheter gesetzt wurde, oder die vielen Spritzen die ich mir in den Oberschenkel spritzen musste und auch an die Mini-Chemotherapie welche ich im Juli 03 zusätzlich machen musste  und es dann doch nicht klappte mit der Sammlung, ist das also schon sehr einfach…

Fragen, welche mir am häufigsten gestellt werden:

Was passiert nach Ablauf der 20 Jahre?
Das muss dann Raul selbst entscheiden. Natürlich kann er die Zellen weiterhin eingefroren lassen.

Wie viel kostet diese Stammzellensammlung:
Alles zusammen kostete uns das knapp 4000.- sFr.

Würdest du dies auch machen, wenn deine Vorgeschichte nicht wäre:
Dazu muss ich sagen, dass ich mich sehr gut Informiert habe und auch finde, dass es sehr Sinnvoll ist. In der nahen Zukunft wird sehr viel was Krebskrankheiten mit Stammzellen behandelbar sein und deshalb finde ich es auch eine sinnvolle Investition. Ich kann eine Sammlung empfehlen, denn es schmerzt nicht (ausser evtl. dem Portemonnaie) und stört niemanden wenn sie einfach mal sechzig Jahre im Gefrierschrank liegen…

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