Michi Gianotti fantasy of a new dimension

Chicago – Das Musical

Am Dienstag, 03. April durfte ich eine Premiere feiern. Zum ersten mal besuchte ich ein Musical.

Diese Möglichkeit bot mir mein Arbeitgeber, die Fa. Abacus Research AG, welche den Besuch im St. Galler Stadttheater organisierte.

Um 17:20 Uhr Versammelten wir uns vor dem Theater. In zwei Gruppen durften wir dann einer Führung hinter die Bühne teilnehmen. Wir durften einen Blick in die Maske werfen, sahen die Hauseigene Schreinerei und Malerei und wurden auch auf die Bühne geführt, wo wir während dem Lichttest in den Scheinwerferbeleuchtungen standen und zu spüren bekamen wie Hell diese Lichter sind.

Anschliessend wurde ein sehr reichhaltiger Apéro serviert.

Pünktlich um 19:30 Uhr begann die Aufführung des Musicals. Ich kannte das Musical “Chicago” gar nicht und wusste auch nicht wovon es handelte. Bereits nach einer kurzen Einleitung war aber klar um was es sich bei dieser Geschichte handelte. Als Nicht-Musical-Kenner, jedoch nur aus dem TV, war ich völlig fasziniert von den humorvollen Sprüchen, den schauspielerischen Fähigkeiten, den Gesangs- und Tanzkünsten.
Sprüche wie “mein Mann lief mir ins Messer und das gleich zehn Mal”, “die Nummer 17, der gespreizte doppelte Adler” oder diverse Grimassen bleiben mir in bester Erinnerung. Es wird bestimmt nicht mein letztes Musical gewesen sein – mir hat es sehr gut gefallen.

Das Musical ist noch bis am 09. Juni 2012 im Theater in St. Gallen zu sehen.

 

Die erweiterte Kontrolle

Am 30.03.2012 wurde ich zur Jährlichen Blutkontrolle auf das onkologische Ambulatorium des Kantonsspital St. Gallen eingeladen.

Nach der Anmeldung und Begrüssung am Empfang des Ambis, meldete ich mich für die Blutentnahme im Behandlungsraum 2, wo ich bereits erwartet wurde. Nach der Gewichtskontrolle entnahm mir ein Pflegefachfrau zwei Röhrchen meines Lebenssaftes aus der rechten Armvene. Nachdem sie meinen Blutdruck und Puls gemessen hatte wurde ich wieder entlassen und konnte die Blutentnahme ins Labor bringen.

Blutentnahme und Unterlagen für das Labor

Blutentnahme für das Labor

In der Zwischenzeit kamen auch Maya und Raul, mit einem Kuchen für das Personal auf der Station und einen für diejenigen des Ambis, im Spital an.

Während der Zeit die das Labor benötigt um meine Blutwerte zu Analysieren gaben wir die Kuchen ab und Unterhielten uns mit den Pflegefachfrauen, welche mich noch aus meiner stationären Zeit kannten.

In der Cafeteria überbrückten wir die Zeit bis ich pünktlich um 16:00 Uhr zur Besprechung vom Onkologen empfangen wurde.

Wie üblich besprachen wir zuerst die Blutwerte, welche sich auch dieses mal wieder als ganz Normal auswies, danach mein allgemeines Befinden. Ich erzählte ihm auch von meinem Notfallbesuch am Abend des 2. Januar im Spital Frauenfeld, als ich das Gefühl hatte, dass mit meinen Blutwerten etwas nicht Ordnung sei.

Bei der eigentlichen Untersuchung des Arztes, bei der Herz und Lungen abgehört werden und auch die Lymphknoten abgetastet werden, machte ich ihn auf einen Knoten in der Leistengegend Aufmerksam, den ich zufälligerweise vor ein paar Monaten entdeckte. Nachdem er mich auf weitere Lymphknoten untersuchte und dabei keine weiteren Besonderheiten ertasten konnte, sprach er sich mit meiner Oberärztin ab. Sie beschlossen, diesen Knoten einer Gewebeprobe zu unterziehen und meldeten mich  gleich in der Pathologie an.

Die Pathologie des Kantonsspital St. Gallen

Die Pathologie im Neubau "Haus 11" des KSSG

Im Neubau, dem futuristischen Gebäude, mit der Bezeichnung “Haus 11″ wurde ich bereits erwartet. Ich musste eine Doku durchlesen und Unterschreiben, danach wurde ich in ein Untersuchungszimmer begleitet. Ein Pathologe informierte mich über den Ablauf der Feinnadelpunktion oder auch Feinnadelbiopsie genannt. Zuerst wurde der Knoten in einem Ultraschall betrachtet und ausgemessen. Mit einem Durchmesser von ca. 15mm konnte auch ich den Körper auf dem Monitor gut erkennen. Danach entzog der Arzt mit einer Nadel während gefühlten zwei Stunden, effektiv knapp eine Minute, die Gewebeprobe für die Analyse. Es war ein komisches, jedoch nicht sehr schmerzhaftes Gefühl, welches die 0.75mm dicke Kanüle in mir auslöste.

Der Pathologe erklärte mir, dass ich von meinem zuständigen Arzt der Onkologie informieret werde, sobald die Resultate aus der Probe ausgewertet sind. Dies könne jedoch bis am Montag dauern, da es ja auch bereits Mittwoch-Abend war.

Nun hiess es warten, was mir im Zusammenhang der Vorkommnisse von Anfangs Jahr etwas schwerer auf dem Magen lag…

Man studiert dann halt schon einigen Dingen nach, wenn man am Abend im Bett liegt und so kam ich dann auch etwas um den Schlaf.

Bereits am Freitag-Nachmittag aber, rief mich mein behandelnder Onkologe an und informierte mich über den Befund. Das Resultat liess mich Aufatmen. Der Knoten sei normales Gewebe und deute nicht auf etwas Negatives hin. So lange er nicht grösser wird, lassen wir ihn einfach mal wo er ist. Er befindet sich ja nicht an einer Stelle wo er störende Einwirkungen hat und Stroh frisst er ja auch keines. Ich muss aber sagen, dass ich ziemlich erleichtert über das Resultat bin und keine weiteren Eingriffe oder Handlungen nötig sind.

Somit werde ich nächstes Jahr wieder zu einer Kontrolle aufgeboten…

Guggenreise 2011

Eine Woche nach unserer Hochzeit stand die Guggenreise 2011 an. Die Schnäggägugger verschoben, wegen unserer Hochzeit die Reise um diese Woche, damit sie an der Feier, und Andi und ich an der Reise teilnehmen konnten.

Am Samstag, 10.09.2011 Morgens um 09:45 Uhr trafen wir uns am Bahnhof in Wil.
Mit dem Zug fuhren wir nach Bremgarten, wo wir nach einer Kaffee-Bierpause einen längeren Fussweg, der Reuss entlang in Richtung Ottenbach, in Angriff nahmen. Der flache Weg ist gut ausgebaut, aber meist in der prallen Sonne, was bei diesem herrlichen Wetter fast etwas zu heiss war.
Nach rund vier Stunden Fussmarsch rasteten wir in Werd, kurz vor Ottenbach. Am Ufer vertilgten wir unsere Fressalien und Getränke aus dem Rucksack.
Einige, unter anderem auch ich, liessen es sich nicht nehmen, einen Sprung von der Autobrücke in die reissende Reuss zu wagen. Nach dem ersten “normalen” Sprung, versuchten wir auch Kopfsprünge, Saltos usw. Dabei wurden wieder Erinnerungen an die Guggenreise 2009 wach, wo wir vom Sprungbrett in den Badesee sprangen :-)
Andi, zwei weitere Kollegen und ich marschierten dann noch ca. einen halben Kilometer der Reuss entlang um uns mit der Strömung wieder zurücktreiben zu lassen, was für mich strenger als erwartet war, jedoch viel Spass bereitete.

Nach dem Mittag wanderten wir dann weiter nach Oberlunkhofen. Das Postauto brachte uns auf den Albispass, wo wir im Hotel Windegg unsere Zimmer beziehen konnten. Das Hotel Windegg liegt an einer exklusiven Lage auf Albispass mit einer traumhaften Aussicht auf Zürich und den See. Aber das war dann auch schon alles, was an positives über dieses Hotel zu berichten gibt. Das Inventar ist alt und ungepflegt und vor unserem Zimmerfenster lag ein toter Vogel, welcher sich bereits im Verwesungs-Endstadium befand. Für mich ein absolutes “no-go” – sorry.

Für das Nachtessen liess sich Tom etwas besonderes Einfallen. Nach einem längeren Fussmarsch erreichten wir die Buchenegg, wo das Restaurant “Chnusperhüsli” uns bereits mit einem Apéro im Garten empfing. Ganz nach dem Märli “Max & Moritz” eingerichtet und gestaltet ist die Atmosphäre wirklich Lustig und Empfehlenswert auf den Punkt gebracht worden. Der Lehrer Lämpel unterhielt uns mit seinen Intermezzos vor und zwischen den Gängen. Das Bier wurde in einem Reagenzglas serviert, womit auch unsere kampferprobten Biertrinker ihre Mühe hatten und teilweise mit Schlucken nicht nachkamen.
Nach dem Essen nahmen einige von uns das Taxi um wieder zurück zum Hotel zu kommen und der Rest ging den Weg wieder zu Fuss zurück. Da es im Hotel (noch vor Mitternacht) nichts mehr zu trinken gab, gingen wir ins Bett.

Nach dem Morgenessen am Sonntag, was ganz okay war (wenn man die Kiterien zuvor beachtet), versammelten wir uns wieder bei schönstem Wetter in der Gartenbeiz vor dem Hotel. Unser reduziertes Trompetenregister, welches ihre Blasinstrumente dabei hatten, unterhielten uns dabei mit einem Ständchen, was nicht ganz allen Gästen gefiel. Ein ziemlich arrogantes Paar verliess fluchend die Beiz.
Danach teilten wir uns auf, da es doch nochmals gut drei Stunden zu Fuss zu unserem nächsten Ziel war. Ich folgte dem “Fussvolk” und wir marschierten die klassische Zürcher Gratwanderung zum Üetliberg, dem Hausberg über Zürich. Andi, Tobi und ich führten die Wandergruppe an erreichten den Fuss des Fernsehturmes als erste. Natürlich wurden wir von unseren ÖV-Detachement mit einem grossen Applaus empfangen, was einige Augen auf uns lenkte.
Auf den Turm selber bin ich bis zum ersten Stock gestiegen, dann überliess ich meine Kamera Andi, damit ich auch noch einige Bilder von ganz oben hatte. Meine Höhenangst liess mich nicht weiter nach oben steigen.
Unsere Trompetisten spielten ganz zur Freude der asiatischen Besuchern musikalisch auf. Anschliessend durften sie sich auch noch zusammen mit ihnen Ablichten lassen. In der Zwischenzeit würfelten und logen wir beim “meiern” um die Ehre.
Im verlaufe des Nachmittages fuhren wir dann mit dem Zug, via Zürich HB zurück in die Ostschweiz, wo Maya und Raul mich am Bahnhof abholten.

Ein Dank an unseren Organisator “Tom”, welcher mir Zürich mal aus einer anderen Sicht zeigte. Die Reise hat Spass gemacht und war sehr gut Organisiert. Das für den Besuch der Höllgrotte, flanieren durch Zürichs uns unbekannte Gassen, Sexkino Stüssihof usw. keine Zeit mehr da war, ist verständlich :-) Es hat mir trotzdem sehr viel Spass gemacht!